Projekt: „Ernährungssicherheit und Verbesserung der Lebensumstände in den Anden Perus“

Posted by By at 23 Mai, at 02 : 21 Print

Das Projekt „Ernährungssicherheit und Verbesserung der Lebensumstände in den Anden Perus“ wird seit Dezember 2009 bis August 2012 in zehn Gemeinden in den Distrikten Acraquia und Daniel Hernández, mit Unterstützung des „Welthaus Bielefeld e.V.“ aus Deutschland, durchgeführt.

In Fortbildungen und während Hausbesuchen wollen wir angemessene Formen der Landwirtschaft weitergeben, eine harmonische Viehwirtschaft lehren und die den Familien den Bau eines gesunden Lebensumfeldes ermöglichen. Außerdem erklären wir Körperpflege und den Umgang mit Krankheiten und kämpfen gegen die Unterernährung:

Gesundheit:

  • Gesundheitsvorsorge und Körperpflege (Händewaschen, Duschen, Impfungen, Einbeziehung der Männer…)
  • Erkennung von Krankheitsanzeichen (Während der Schwangerschaft, bei Kindern unter 5 Jahren und Frauen nach der Geburt)
  • Ausgewogene Ernährung

Gesundes Lebensumfeld:

  • Kochstellen mit Rauchabzug
  • Latrinen
  • Waschbecken
  • Duschen
  • Ställe
  • Sicheres, fließendes Wasser

Angemessene Landwirtschaft

  • Ökologischer Dünger
  • Seuchenbekämpfung mit natürlichen oder organischen Mitteln
  • Gemüsebeete
  • Weidegras
  • Kleinviehzucht
  • Kampf gegen Errosion der Böden (Möglichst wenig Ackerbau, Saat und Bepflanzung der Umgebung von Äckern, Stufenfelder…)
  • Anlegung von Bewässerungsgräben
  • Tröpfchenbewässerung

Agricultura Sostenible y Seguridad Alimentaria

Die unzureichende Nahrungsmittelversorgung vieler Quechua-Familien, die in extremer Armut leben, und gleichzeitig eine Verschlechterung der natürlichen Ressourcen in ihren Gemeinden, ist eine der schwerstwiegendsten Problematiken der Region Tayacaja.

Deshalb ist es unser Ziel auch für Familien die in extremer Armut leben, eine ausreichende Nahrungsmittelversorgung zu schaffen und ihre Kenntnisse in Bezug auf nachhaltige Landwirtschaft zu erweitern.

Die Ziele im Einzelnen:

1. Spezifisches Ziel: Wiederherstellung und Verbesserung der Böden, Gewässer und Wälder, als Grundlage nachhaltiger Landwirtschaft:

Produktionssteigerung durch effektivere Landwirtschaft bei gleichzeitiger Reduzierung des Flächenanbaus

Anbau in Wohnungsnähe

Stoppelfelder, Abdecken der Felder mit geschnittenen Gräsern

Komunale, gemäßigte und kontrollierte Nutzung von Wiesen und Wäldern im Gemeindebesitz

Schutz vor Errosion der Felder durch Wiederaufforstung

Anlegung von komunalen Bewässerungsgräben zur Wasserverteilung

2. Spezifisches Ziel: Verbreitung der nachhaltigen Landwirtschaft durch Fortbildungen, Abendschulen etc., um Familien die Praktiken ökologischer Landwirtschaft zu lehren und nahezubringen

3. Spezifisches Ziel: Harmonische Steigerung der Viehwirtschaft und Einbringung der selben in den landwirtschaftlichen Kreislauf

Saat von Weidegräsern

Ernte und Einlagerung der Gräser

Zucht von Tieren in Relation zu den Kapazitäten des Weidelandes

Nutzung und Einlagerung des Viehmists als Dünger

Konsum von ausgewogener Nahrung aus eigener Produktion

4. Spezifisches Ziel: Erstellung von Gewinn-VerlustAbrechnungen, Kommerzialisierung der überschüssigen Produkte

5. Spezifisches Ziel: Dorfgemeinschaften machen politische Lobbyarbeit für Ökologische Landwirtschaft und Versorgungssicherheit in lokalen, regionalen und nationalen Verwaltungen.

Das Team:

  • Carlos Taipe Campos  (Responsable técnico del proyecto)
  • Hidelia Cahuaya Paucar  (Promotora en agricultura sostenible)
  • Lucia Santiago Ramos (Promotora de salud y vivienda)
  • Fortunata Ccencho Asto (Promotora en agricultura sostenible)
  • Flavio Estrada Pizarro (Técnico en agricultura sostenible)

Bereich Ernährungssicherheit Projekte

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