Projekt „Ganzheitliche Vorbeugung der Unterernährung bei Kindern in 20 Quechuagemeinden der Region Tayacaja, Huancavelica“ Projektzeitraum 2010-2012
Posted by By admin at 23 Mai, at 02 : 31 Print
Die Unterernährung ist eine Krankheit, die in großen Teilen der Welt vorkommt, welche sich aber hauptsächlich in den Entwicklungsländern wiederfindet und die eine Sterblichkeitsrate von über 50% bei Kindern unter 5 Jahren verursacht, die unter dieser Krankheitsform leiden.
Hohe Bevölkerungszahlen von Unterernährten und an Blutarmut Leidenden hemmen die ökonomische Entwicklung eines Landes extrem. So verhindert Unterernährung im Kindesalter, dass der Erwachsene, auch bei vollwertiger Ernährung, einen normalen Leistungsstand erreicht und vermindert somit seine Erwerbsmöglichkeiten, weil Unterernährung die geistige Entwicklung des Kindes lähmt und somit seine spätere Produktivität einschränkt.
Des Weiteren erhöht sie die Anfälligkeit im Erwachsenenalter für Herzanfälle, Diabetes und andere chronische Krankheiten und höchstwahrscheinlich auch Fettleibigkeit.
Aus diesem Grund wollen wir in diesem Projekt die Unterernährung bei Kindern unter 5 Jahren vermindern und die Gesundheit ihrer Familien verbessern, vor allem in Familien mit schwangeren Frauen und Frauen mit Kleinkindern, die in indigenen Quechuagemeinden der Provinz Tayacaja leben. Dafür orientieren wir uns an folgenden Richtlinien:
- Prozentsatz der Reduzierung der Unterernährung bei Kindern unter 5 Jahren: 5% in 3 Jahren
- Senkung der Husten-, Durchfall- und Grippeerkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren um: 5% in 3 Jahren
- Steigerung des Prozentsatzes der vor einer Geburt medizinisch betreuten Mütter um: 5% in 5 Jahren
Das Problem der Unterernährung ist dabei natürlich ein sehr vielschichtiges, das deshalb auch auf verschiedenen Ebenen behandelt werden muss. Trotzdem haben wir uns vorgenommen nachhaltig und ganzheitlich in verschiedenen Bereichen zu arbeiten um so Stück für Stück die Unterernährung bei Kleinkindern zu verringern und somit Blutarmut und ähnliche Krankheitsbilder zu vermeiden.
Aus diesem Grund arbeiteten wir die folgenden Arbeitsziele heraus um klar definiert an die Problematik heranzugehen und in verschiedenen Arbeitsschritten dem Problem gegenüberzutreten.
Alle folgenden Ergebnisse sind nach einer dreijährigen Zusammenarbeit mit einer Familie erarbeitet:
Ergebnis 1:
Familien verbessern die Nahrungsmittelproduktion: Ausbau und Widereinführung regionaler Feldfrüchte, ökologische Landwirtschaft, Zucht von Kleinvieh
Durchführung: Fortbildungen und Werkstätten zum Thema ökologische Landwirtschaft
und Tierzucht; Kompostierung, ökologische/natürliche Düngung; Natürliche/Ökologische Plagenbekämpfung; Anlegung von Gemüsebeeten und Weidegräsern; Wechselnde und kombinierte Saat verschiedener Feldfrüchte; Hilfestellungen und Hausbesuche realisieren; etc.
Ergebnis 2.
Familien verbessern ihre Essgewohnheiten und achten auf gesunde Ernährung, die möglichst aus Eigenanbau stammen soll
Durchführung: Fortbildungen und Werkstätten zum Thema Ernährung, Gesundheit, Nahrungsmittel und praktische Beispiele: Anleitungen zu gesundem Kochen ausgewogener Gerichte und Beispiele für nahrhafte Gerichte und die Aufnahme von wichtigen Stoffen durch den menschlichen Körper
Ergebnis 3:
Familien leben gesund und achten auf gesundheitsfördernde und krankheitsvorbeugende Praktiken um der Erkrankung von Kindern vorzubeugen; (Krankheiten sind einer der Faktoren die für Unterernährung mitverantwortlich sind)
Durchführung: Fortbildungen und Werkstätten zum Umgang mit Krankheiten und möglicher Prävention, Erkennung von Gefahrenzeichen und Stärkungsmöglichkeiten der Gesundheit; Herstellung, Verteilung und Erklärung von Info- und Anschauungsmaterial, etc.
Ergebnis 4:
Familien leben in einem gesunden Lebensumfeld
Durchführung: Fortbildungen auf lokaler und regionaler Ebene, wie ein gesundes Lebensumfeld aussieht; Bau von verbesserten Kochstellen (Kochstellen mit Rauchabzug), Regale, Ökologische Kühlschränke, Waschbecken, Tierunterbringung, Waschbecken, Duschen, Latrinen etc.
Ergebnis 5:
Familien leben mit ausreichender, sicherer Wasserversorgung
Durchführung: Fortbildungen und Werkstätten für lokale Techniker zum Bau und zur Entstandhaltung von Wasser- und Kanalisationssystemen, Zusammenarbeit und Austausch mit den staatlichen Wasserwerken, Unterhalt, Wartung und Reparatur der Wasserversorgung
Ergebnis 6:
Familien kennen und fordern ihre Rechte in Bezug auf Gesundheit, Ernährung und die eigene Persönlichkeit
Durchführung: Fortbildungen und Werkstätten zur Geschlechtergleichheit, Rechten in Bezug auf Gesundheit, indigene Interkulturalität und Ernährung
Ergebnis 7:
Gemeinden kümmern sich gemeinsam um das Wohl von werdenden Müttern und Kleinkindern
Durchführung: Fortbildungen und Werkstätten zur Bildung eines Netzes des gegenseitigen Vertrauens und der gegenseitigen Fürsorge, begleitende Besuche um Arbeitsgruppen zu fördern, die sich mit den gesundheitlichen Problematiken im Dorf auseinandersetzen, Schulung zur frühen Erkennung von Krankheitsanzeichen
Ergebnis 8:
Schaffung eines Teams für unser Projekt, Evaluierung und Bekanntmachung des Projekts, Inbetriebnahme
Durchführung: Grundsätze bestimmen und ausarbeiten, Evaluierungen mit Partnerorganisationen durchführen, regelmäßige eigene Fortbildungen zu verschiedenen Themen, Hausbesuche und Fortbildungen zu unseren Themen realisieren und verantworten, Vorträge über unser Thema halten, Quartalsberichte verfassen
Das Team
- Pamela Taipe Sánchez (Responsable del Proyecto)
- Francisco Zuasnabar De la Cruz (Promotor de Salud del Distrito de Acraquia)
- Celestino De la Cruz Taipe (Promotor de Salud del Distrito de Colcabamba)
- Teófilo Chancha Villalva (Promotor de Salud del Distrito de Daniel Hernandez)
- Victor J. Infante López (Promotor en Derecho)
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